Das Babyphone – welche Funktionen wirklich wichtig sind

Das Babyphone verbindet dich mit deinem schlafenden Baby und schenkt dir dadurch ein Stück Freiheit. Wenn du dich darauf verlassen kannst!

Die Geburt meiner Kinder hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Natürlich sagt dir jeder vorher, dass alles sich ändern wird. Aber das Ausmaß der Fremdbestimmung kann man vorher nicht verstehen, das muss man am eigenen Leib erfahren. Umso wichtiger ist, dass du dich von deinem Baby „erholen“ kannst, sobald es schläft. Egal ob du selbst schläfst, den Haushalt schmeißt, arbeitest, deinem Hobby nachgehst oder einfach mal entspannst. So richtig abschalten kann man als Mama aber nur, wenn man das Baby im Blick behält. Ein verlässliches Babyphone ist dein Weg zur entspannten Auszeit!

Welches Babyphone ist das Beste?

So pauschal lässt sich das nicht beantworten. Die Palette ist enorm und die Bedürfnisse ganz unterschiedlich. Dementsprechend ist auch die finanzielle Bandbreite groß und nicht für jeden Geldbeutel sind alle Modelle erschwinglich. Dadurch gibt es nicht ein Babyphone, mit dem jeder perfekt beraten ist. Die folgenden Kriterien helfen dir aber sicherlich, die für dich beste Entscheidung zu treffen.

Kamera oder keine Kamera – das ist hier die Frage!

Bei der riesigen Modellauswahl an Babyphones ist das einschlägigste Kriterium, ob du dein Kind auch per Videofunktion überwachen möchtest. Ob du eine Kamera brauchst, ist vor allem Mama-Typ-Sache. Auch ein rein akkustisches Babyphone gibt dir Rückmeldung, ob dein Kind dich braucht oder nicht. Mich hat es allerdings sehr beruhigt, neben der akustischen auch eine visuelle Übertragung zu haben. Manchmal springt das Babyphone beispielsweise nur kurz an, weil das Baby im Schlaf Geräusche macht. Dann habe ich es als sehr hilfreich empfunden, per Kamera nach meinem Kind gucken zu können. So konnte ich vermeiden, das Zimmer zu betreten und damit Gefahr zu laufen, meine Ruhepause früher als nötig zu beenden.

NUK Babyphone Kamera
Huch, Mama wo bist du? Kamera-Funktion beim NUK Babyphone Eco Control+

Neuste Babyphonemodelle, wie das NUK Eco Control 550VD, können sogar zwischen mehreren Kameras hin- und herschalten. Bei zwei sehr kleinen Kindern oder Zwillingen mag das ein Vorteil sein. Definitiv ist es eine Erleichterung, nur ein statt mehrere Geräte mit sich herumzutragen. Allerdings muss jede weitere Kamera eben auch separat gekauft werden und so geht diese Option schnell ins Geld. Hier sollte das Kosten-Nutzen-Verhältnis gut überlegt sein. Zumal viele Eltern das Babyphone nur noch in Ausnahmefällen nutzen, wenn das Kind etwa zwei bis drei Jahre ist (mehr dazu s. unten).

Was ist wichtig? Folgende Kaufkriterien berücksichtigen

Neben der Kamerafunktion, die so etwas wie eine Grundsatzfrage beim Babyphonekauf darstellt, solltest du folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Reichweite: Eine verlässliche Reichweite ist das A und O. Hier solltest du nicht nur berücksichtigen, ob du in einer Wohnung oder in einem Haus wohnst, sondern auch weitere mögliche Nutzungsweisen beachten. Das Babyphone wirst du wahrscheinlich auch auf jede Reise mitnehmen. Vielleicht soll es auch bis zur Grillparty bei den Nachbarn reichen? Oder bei der Hochzeit von Freunden vom Festsaal bis zum Hotelzimmer? Hier zu sparen, rächt sich in all diesen Situationen, bei denen du auf das Babyphone besonders angewiesen bist.
  • Strahlungsarm: Zu einem gesunden, erholsamen Babyschlaf gehört natürlich, dass das begleitende Babyphone dein Kind nicht permanenter Strahlung aussetzt. Daher unbedingt darauf achten, dass das Babyphone nachweislich als strahlungsarm eingestuft ist. Zudem sollte es automatisch in einen Ruhemodus umschalten können, ohne die Verbindung zur Elterneinheit zu beeinträchtigen.
  • Einstellbare Sensitivität: Je nach Umgebungsgeräuschen empfiehlt es sich, die Sensitivität des Gerätes auf die eigenen Bedürfnisse einzustellen. Nur weil man an einer Bushaltestelle wohnt, will man nicht jedes Mal in Alarmbereitschaft versetzt werden, wenn der Bus vor der Haustür anfährt. Während bei Neugeborenen jedes Geräusch überwacht werden möchte, will man bei etwas älteren Babys vielleicht nicht bei jedem Schlafgeräusch geweckt werden. Insbesondere dann, wenn du Probleme beim Einschlafen hast, ist es besonder ärgerlich, grundlos geweckt zu werden.
  • Optische Geräuschanzeige: Ob bei einem guten Spielfilm oder beim Tanzen auf einer Hochzeit. Wenn du das Babyphone einmal akustisch nicht wahrnehmen kannst, sollte du zumindest optisch erkennen können, ob das Baby weint. Bei einem Video-Babyphone ist dies natürlich am deutlichsten gegeben.
Ladeoptionen des Babyphones:
  • Akku & Netzteil der Elterneinheit: Die Elterneinheit sollte unbedingt über Akku-Funktion und Netzteil verfügen. Du willst ja nicht bei jedem Raumwechsel eine neue Steckdose suchen. Vielleicht möchtest du auch mal in den Garten gehen oder den Müll runterbringen. Die Akku-Funktion verschafft dir tagsüber mehr Freiheiten, das Netzteil dagegen nutzt du nachts im Schlafzimmer.
  • Akku & Netzteil der Babyeinheit: Dies war uns wichtig, ist aber Geschmackssache. Wer beispielsweise gerne zeltet, campt oder andere Ausflüge unternimmt, bei dem auch am Schlafort des Babys keine Steckdose verfügbar sein könnte, ist mit dem NUK Babyphone Eco Control+ Video gut beraten.

Weitere Funktionen: von „ganz nett“ bis überflüssig

  • Temperaturanzeige: Nicht zwangsweise notwendig, aber ganz nett ist eine Temperaturanzeige. Die optimale Schlaftemperatur für ein Baby beträgt 18°C. Häufig erinnert die Temperaturanzeige mich daran, dass es in den Kinderzimmern wärmer ist, als es sein müsste. Auf der anderen Seite kann man beispielsweise im Hochsommer in einer Dachgeschosswohnung auch nur wenig gegen die Hitze tun. In fremden Umgebungen dagegen kann die Temperatur-Anzeige ganz nützlich sein, um einen Schlafstör-Faktor zu reduzieren.
NUK Babyphone Temperaturanzeige
  • Gegensprechfunktion: Es gab eigentlich nie eine Situation, in der die Gegensprechfunktion dazu beigetragen hätte, dass ich einmal weniger ins Kinderzimmer hätte laufen müssen. Wenn dein Kind die Mama will, wird es das einfordern. Tatsächlich waren meine Kinder eher erschrocken über diese „Stimme aus dem off“ als beruhigt, sodass diese Funktion bei uns kaum zum Einsatz kommt.
  • Integrierte Einschlaflieder: Die Auswahl an Melodien ist begrenzt und keines meiner Kinder hat sich beim Insbettgehen von diesen Liedern beeindrucken lassen. Sobald Kinder tatsächlich soweit sind, dass sie zu leiser Musik oder einem Hörspiel alleine einschlafen, sind sie eben auch schon so groß, dass die voreingestellte Liedauswahl in den Babyphones absolut uninteressant ist.

Beste Befestigung für Kamera-Babyphones

Insbesondere bei Babyphones mit Kamera, brauchst du eine geeignete Befestigung der Babyeinheit. Es sollte außer Reichweite des Babys sein, damit die Strahlenbelastung gering bleibt. Zudem sollte das Kabel auf keinen Fall in Babys Hände gelangen. Hierdurch könnte die Übertragung beeinträchtigt werden. Und zusätzlich stellt es eine potenzielle Strangulationsgefahr dar. Also muss das Babyphone sicher befestigt werden.

Hier mein Tipp für die Befestigung und Ausrichtung des Babyphones

Mit dem genialen Tripod Lammcou Kamera Stativ bist du in jeder Situation ganz flexibel und findest auch auf Reisen immer eine Möglichkeit, das Babyphone sicher und funktional zu befestigen. Das NUK Babyphone Eco Control+ Video lässt sich mit diesem flexiblen Stativ wunderbar kombinieren. Unabhängig davon wo dein Baby gerade einschläft, lässt sich das Babyphone mit dem Tripod am nächsten Ast, am Kinderwagen, an der Zeltstange, oder an der Kopflehne im Auto befestigen. So kannst du die Kamera immer optimal auf dein schlafendes Kind ausrichten.

Wie lange braucht man ein Babyphone?

Das kommt ganz auf dich, dein Kind und die Wohnsituation an. Wir haben zur Geburt unseres Sohnes das „gute“ NUK Babyphone an ihn weitergegeben. Unsere zu dem Zeitpunkt 2,5 Jahre alte Tochter hat das preisgünstigere, rein akkustische Philips Avent Audio Babyphone bekommen.

Wie lange du das Babyphone benutzen wirst, kommt auf dich, dein Kind und eure Wohnsituation an. Bei unserer vierjährigen Tochter habe ich ihr Babyphone abends noch an. Wenn wir fernsehen oder im Garten sind, würde ich sie nicht zuverlässig hören. Wenn ich selbst ins Bett gehe, mache ich es allerdings aus. Unsere Zimmer nicht weit voneinander entfernt und entweder höre ich sie nachts auch so oder sie kommt zu mir herüber.

Die durchschnittliche Nutzungsdauer von Babyphones liegt zwischen zwei und vier Jahren. Zudem kann man das Gerät bei Geschwisterkindern erneut nutzen. Daher sollte man beim Kauf auf Qualität und Langlebigkeit achten. Es wäre schade, wenn über die Jahre hinweg ein ungenügendes oder fehlerhaftes Gerät ersetzen zu müssen.

Das richtige Babyphone für deine Bedürfnisse

Mit den oben genannten Kaufkriterien findest du sicher das richtige Gerät für dich. Wenn du nach einem Babyphone mit Kamera suchst, das beide Stationen auch mit Akku betreiben kannst, kommst du am NUK Babyphone Eco Control+ Video nicht vorbei. Es gehört leider zu den teureren Modellen, aber bei uns funktioniert das NUK auch nach über vier Jahren immer noch einwandfrei. Und das obwohl die Elternstation schon zahllose Male heruntergefallen ist und die Kinder bei beiden Stationen die Antenne abgeknickt haben. Erstaunlich 😉

Wer auf die Kamera Funktion nicht verzichten will, aber nach einer preiswerteren Alternative Ausschau hält, wird vielleicht mit dem BOIFUN Babyphone mit Kamera fündig. Hierzu gibt es ein sehr aufschlussreiches Video von Mega-Testberichte zum BOIFUN Babyphone, der das Gerät auf Herz und Nieren prüft. Schaut es euch an!

Die Babyphone App – eine sinnvolle Alternative?

Das Babyphone wird dich und dein Kind über mehrere Jahre hinweg unterstützen. Daher sind Babyphone Apps auf keinen Fall eine Alternative für den Dauereinsatz. Nicht zuletzt aufgrund der viel höheren Strahlenbelastung für dein Kind. Für den sporadischen Einsatz unterwegs lässt sich das Handy aber durchaus sinnvoll einsetzen. Ich habe einige Apps getestet und war mit keiner wirklich zufrieden. Außerdem konnte ich auch nie voll darauf vertrauen, einen automatisch gesteuerten Anruf zu bekommen, sobald mein Baby weint. So war ich unterwegs komplett unentspannt und habe mich permanent gefragt, ob ich meinen kleinen Schatz denn hören würde.

Hier mein ganz unkonventioneller Tipp für unterwegs:

Es gibt Situationen, in denen mein Kind an einem Ort schlafen soll, an dem ich es nicht höre und an dem ich kein Babyphone dabei habe. Dann starten wir ganz pragmatisch einen Videoanruf mit einem der gängigen Video-Chat-Apps. Empfehlenswert finde ich beispielsweise das auf Datenschutz ausgelegte Threema. Hierbei richten wir das Handy, das beim Kind verbleibt, mit der Kamera entsprechend aus. Das zweite Handy, das wir als Elternteil verwenden, wird auf Stumm und auf Lautsprecher gestellt. Damit kann ich auch unterwegs mein Baby sehen, hören und falls es aufwacht schon mit ihm sprechen, während ich mich auf dem Weg zu ihm mache. Je nach Positionierung des Handys (z.B. eingeklemmt in die Auto-Kopfstütze) kann es mich sogar auch sehen. Und das wiederum ist in fremder Umgebung ein echter Bonus. Es beruhigt mein Kind sehr, beim Aufwachen gleich Mama auf Video entdecken zu können.

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