Zeitmanagement für Mütter – Mama und die Zeit-Diebe?!

Zeitmanagement für Mütter? Vor allem ist es an der Zeit anzuerkennen, dass auch für Frauen in Doppelrollen der Tag nur 24 Stunden hat.

In meiner ersten Elternzeit hatte ich sie noch: die Zeit! Heute ist Zeit Mamas kostbarstes Gut geworden. Ich habe darüber nachgedacht, einen Artikel über effektives Zeitmanagement als Mama zu schreiben. Den zehntausendsten Online-Artikel darüber, wie man als Mutter noch effizienter durchs Leben kommt. Und dann musste ich an ein Hörspiel denken, das ich auf einem der damals ausgedehnten Spaziergänge mit meinem ersten Kind im Kinderwagen hörte. Das Hörspiel zu dem wunderbaren Buch von Michael Ende „Momo“. Es geht nicht darum, das Zeitmanagement für Mütter zu Tode zu optimieren. Es geht darum, unsere Zeit bewusst zu verwenden.

Momo und die Zeit-Diebe

Die fantastische Geschichte „Momo“ hat den charmanten Untertitel „Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“.

Das Mädchen Momo hat die Gabe, Menschen zuzuhören und ihnen damit Zeit zu schenken. Mit Einzug der grauen Herren in ihren Ort haben ihre Freunde jedoch immer weniger Zeit. Denn die grauen Menschen stehlen deren kostbare Lebenszeit und nennen es Zeit „sparen“. Momo, die ganz in der Gegenwart lebt und damit keine Zeit für ein Später sparen muss, stellt sich ihnen entschlossen entgegen, um ihre Freunde zu retten. Denn je mehr Zeit die Menschen sparen, desto weniger Zeit verbleibt ihnen.

Du willst wissen, wie es weitergeht? Nimm dir die Zeit für die ganze Geschichte 😉

Zeitmanagement für Mütter oder „wie schnell die Zeit verfliegt“

Hast du das auch schon mal gesagt? Der 1973 erschienene Roman sollte Pflichtprogramm für jeden Erwachsenen sein. Wer heutzutage Mutter ist und berufstätig, lebt bereits zeitoptimiert. Ich höre immer wieder, dass man an den Kindern merkt, wie schnell die Zeit vorbeigeht. Und das stimmt. Sie werden groß, mit oder ohne uns. Die einzige Wahl, die wir haben, ist zu entscheiden, wie viel unserer Lebenszeit wir mit ihnen verbringen wollen. Bevor sie selbst erwachsen sind und keine Zeit mehr (für uns) haben.

Was sind deine Zeit-Diebe?

Wer oder was klaut uns also die Zeit? Und werden wir tatsächlich bestohlen oder liegt es auch an uns, die Zeit richtig zu verwenden?

Job

Arbeit stielt uns Zeit, natürlich. Aber ganz ohne geht es eben auch nicht. Wir sollten uns nur disziplinieren, unserer Arbeit nicht so viel mehr Zeit zu widmen, als ihr vertraglich zusteht. Dazu gehört aber auch, uns an der Arbeit zu disziplinieren und uns nicht stundenlang zwecks Smalltalk in der Kaffeeküche aufzuhalten. Und mindestens genauso wichtig: uns mental zu disziplinieren, mit dem Kopf nicht noch an der Arbeit zu sein, wenn wir längst zu Hause sind.

Schlaf

Ein Drittel bis ein Viertel unserer Tageszeit verbringen wir mit Schlaf. Und nein, hier sollten wir nicht sparen! Denn ich kenne kaum eine Mama, die hier auch nur eine Minute entbehren könnte. Idealerweise sollten wir sieben bis acht Stunden am Tag schlafen, wobei der persönliche Schlafbedarf sehr individuell ist. Häufig kommt der Schlaf schon kurz genug, weil wir, sobald die Kinder endlich im Bett sind, ja auch noch kurz wir selbst sein wollen, bevor der Tag vorüber ist. Wenn du aber schlafen willst und sich der Schlaf nicht einstellt, ist das wirklich Zeitverschwendung und ein ärgerlicher Fall. Das weiß ich leider selbst nur zu gut. Lies meine Tipps zum Einschlafen für Erwachsene, wenn dir nicht nur deine Kids, sondern auch deine Gedanken nachts den Schlaf rauben.

Kinder

Klauen uns unsere Kinder die Zeit? Habt ihr mal einen Nachmittag mit euren Kids im Sandkasten verbracht und euch gewundert, wie zäh so ein Nachmittag sein kann? Wie viele Sandkuchen man backen kann ohne, dass die Zeit verfliegt? Meine Zeit verrinnt tatsächlich langsamer, wenn ich sie ganz gezielt mit meinen Kindern verbringe. Natürlich raubt mir das ganze Drumherum Unmengen Zeit und häufig den letzten Nerv: Küche, Wäsche, Haushalt. Aber kleine Kinder entschleunigen auf eine Art und Weise, die mich immer wieder erstaunt.

Küche, Wäsche, Haushalt

Das sind richtige Zeitfresser, denen wir auch bei effizientestem Zeitmanagement für Mütter leider schlecht entkommen können. Natürlich können wir Essen auch mal kommen lassen, Wäsche auch mal morgen machen und den Haushalt ignorieren. Aber auf Dauer bricht so das Chaos gänzlich über uns zusammen. Wichtig ist es, die Tätigkeiten, auch den Mental Load, auf alle Haushaltsmitglieder zu verteilen und Termine vorausschauend zu organisieren. Außerdem lässt sich so manches auch mit Kindern gemeinsam machen. Beim Kochen und Wäsche machen sind meine Kids ganz vorne mit dabei. Immer gewillt, Mama zu helfen (wer weiß, wie lange das noch anhält? Bitte schreibt mir einen Kommentar, damit ich vorbereit bin ;-)). So wird aus dem Haushalten Familienzeit. Dauert länger, macht aber häufig mehr Spaß!

Medien

Während wir schon den ganzen Tag unser Handy mit uns rumschleppen, verbringen wir dazu auch noch Zeit vor dem Fernseher, dem Laptop oder dem Tablet. Und ja, Entspannung muss sein also sollte auch dies im Zeitmanagement für Mütter nicht fehlen. Aber vielleicht kannst du hier Synergien schaffen? Mit den richtigen Bluetooth Kopfhörern kannst du entspannt über Audible in die Welt der Hörbücher abtauchen, während du Wäsche zusammenlegst oder das Bad putzt. So kommt ein bisschen Freude und Entspannung auch in die lästige Hausarbeit. Teste es doch einfach mal für 30 Tage kostenlos!

Smartphone

Das Smartphone ist Fluch und Segen zugleich. Es bietet unendliche Möglichkeiten, hilft, die Verbindung zu Freunden und Familie ganz leicht aufrechtzuerhalten. Und doch bleibt man unweigerlich täglich daran hängen, liest Nachrichten oder scrollt sich durch Social Media Beiträge. Weißt du, wie viel Zeit du am Tag mit deinem Smartphone verbringst? Dein Smartphone weiß es bereits! Bei Android Geräten heißt es „Digitales Wohlbefinden“, bei iOS nennt es sich „Bildschirmzeit“. Suche in den Einstellungen nach diesem Begriff und sei gespannt, wie viel Zeit du tatsächlich mit deinem Handy verbringst. Überrascht vom Ergebnis? Schreib‘ es mir in den Kommentaren!

Zu viel Kram

Hast du auch Schubladen, die sich regelmäßig weigern, richtig zu schließen? Wir alle haben viel zu viel Zeug! Es sammelt sich über die Jahre einfach eine Menge an und sobald man Kinder hat, steigt diese Menge gefühlt exponentiell. Und Zeug braucht Zeit. Was hindert dich daran, auszumisten? Wir sollten uns von den Sachen befreien, die uns mehr belasten als Freude bereiten. Und sicherlich können andere die ausrangierten Spielzeuge und zu klein gewordenen Kleidungsstücke unserer Kinder noch besser brauchen als unser Dachboden. Mit der App von eBay Kleinanzeigen hast du innerhalb von wenigen Minuten eine kostenlose Anzeige geschaltet. So verdienst du ein bisschen Geld und hast in Sachen Nachhaltigkeit obendrein ein gutes Werk vollbracht!

Eigene Ansprüche

Hier habe ich persönlich noch großen Optimierungsbedarf. Ja, ich gebe es zu. Was andere denken, lässt mich nicht kalt. Aber ich arbeite daran zu akzeptieren, dass ich nicht die 50er Jahre Hausfrau, Ehefrau, Mutter und gleichzeitig die moderne Karrierefrau des 21. Jahrhunderts sein kann. Umso grotesker ist, dass außer mir das auch niemand von mir erwartet. Geht es dir auch so? Dann haben wir was gemeinsam. Hier ist großes Potenzial, sich so einige Mühe zu ersparen und entspannter im Hier und Jetzt zu leben. Ganz einfach, weil Zeit Mamas kostbarstes Gut ist und unser Tag eben auch nur 24 Stunden hat.

Zeitmanagement: auch für Mütter tickt die Uhr gleichschnell

Natürlich ergibt es Sinn, gut organisiert zu sein. Ein gutes Zeitmanagement für Mütter ist sicherlich ein Schlüssel zum Erfolg. Aber andere Störfaktoren sollte uns nicht von den wirklich wichtigen Dingen im Leben abhalten. Der Zeit, die wir einander schenken. Unseren Kindern, Partnern, Freunden, Eltern. Und uns selbst. Und diese Selbstsorge kommt bei den meisten Müttern leider an letzter Stelle. Bedauerlicherweise musste ich selbst schon am eigenen Leib erfahren, dass man nicht dauerhaft Infekte ignorieren und seine eigenen Bedürfnisse hintenanstellen kann. Nimm dir auch Zeit für dich selbst und bleib gesund. Denn Mama darf nicht krank sein.

Aber wie setzt man das in den Alltag um?

Das versuche ich auch immer noch herauszufinden… Aber Momos bester Freund Beppo Straßenkehrer hat darauf folgende Antwort gefunden:

„Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muß nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.“ Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.“

Quelle:

Aus „Momo“, von Michael Ende

Ein weiterer wichtiger Schritt in der Stressbewältigung von Mamas ist es, neben den ganzen Optimierungs- und Verbesserungssratschlägen, auch einfach einmal anzuerkennen, dass es viel ist. Wenn du Mama bist, einen Haushalt führst, obendrein berufstätig bist, dann hast du rund um die Uhr zu tun! Nicht umsonst heißt es die „Rushour of Life“. Das heißt aber auch, dass wieder andere Phasen im Leben kommen. Und bis dahin gilt es, durchzuatmen und durchzuhalten. Und immer nur einen Schritt nach dem anderen.

Um Hilfe fragen und Hilfe annehmen

Wir sind nicht ganz alleine, wir können um Hilfe fragen und dürfen Hilfe annehmen. Eine Haushaltshilfe und ab und an ein Babysitter würden das Zeitmanagement der meisten Mütter wesentlich entspannen. Aber die Mittel stehen leider nicht jedem zur Verfügung. Trotzdem kann man die Kinder mal für ein paar Stunden bei Bekannten mit Kindern abgeben. Die machen das sicherlich gerne, wenn sie diesen Gefallen irgendwann erwidert bekommen. Wenn du dir hier ein kleines Netzwerk aufbaust, hilfst du anderen Mamas genauso wie dir selbst. Wir Mamas müssen zusammenhalten!

Auch die Möglichkeit, aus dem Homeoffice zu arbeiten, kann die Gesamtlage durchaus entspannen und dabei helfen, den Anforderungen aus Privatleben und Beruf besser gerecht zu werden. Auch wenn das Recht auf Homeoffice weiterhin auf sich warten lässt, schadet es nicht, den Arbeitgeber hierauf anzusprechen.

Was wünschst du dir zum nächsten Geburtstag?

Wünsche dir Zeit! Kram hast du sicherlich schon genug 😉 Einen Nachmittag Auszeit von allem, was dich sonst umtreibt. Deinem Haushalt, deiner Arbeit, sogar deinen Kindern. Nimm dir Zeit für dich und beschäftige dich mit etwas, was dir Freude bereitet. Lies „Momo“ oder höre es dir als Hörspiel an, während du Sport oder einen Spaziergang machst. Und es wird dir bewusst werden, wie unglaublich lang ein Nachmittag sein kann, wenn man nicht versucht, irgendwo Zeit zu „sparen“.

Richtiges Zeitmanagement für Mütter: Die kleinen Momente bewusst genießen

Die kurze Kaffeepause, während dein Kind in ein Tiptoi Buch vertieft ist. Ein gutes Buch, während man im Badezimmer die in der Wanne planschenden Kinder beaufsichtigt. Die Lieblings-Playlist auf dem Weg zur Arbeit. All diese Dinge helfen dir durch den Tag, wenn du es zulässt und es schaffst, auch aus den kleinen Dingen viel Energie zu ziehen.

Und wenn mal alles sch*** ist? Dann ist das auch ok! Vertraue dich jemandem an, deinem Partner, einer Freundin, deiner Mama. Du kannst auch gerne mir schreiben 😉 (kontakt@mama-manager.de). Lieber einmal Dampf ablassen, durchschnaufen und dann geht’s weiter.

Was sind deine Tricks, mit Zeit, Mamas kostbarstem Gut, richtig umzugehen? Ich bin gespannt!

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